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HPV - die unbekannte Impfung

„HPV-Impfung? Was ist das denn?“ Leider kennen zwei Drittel der Deutschen die Vorsorge gegen Humane Papillomviren (HPV) nicht – dabei gehört sie seit 2007 zu den Standardempfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO). Und viel wichtiger, sie hilft, die Entstehung von Krebs zu verhindern.

 

 

Bisher galt diese Impfempfehlung nur für Mädchen und junge Frauen. Sie wird nun auf Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren ausgeweitet, was von der Wissenschaft sehr begrüßt wird. 


Humane Papillomviren (HPV, HP-Viren) sind sexuell übertragbar. Das empfohlene Impfalter liegt daher bei 9 – 14 Jahren. Versäumte Impfungen sollten so früh wie möglich nachgeholt werden – am besten bis zum Alter von 17 Jahren. Die Kosten für die Impfung werden für Mädchen bereits von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen, für die Jungen steht die Aufnahme in den Erstattungskatalog noch aus.


Die Gesundheit Ihrer Kinder liegt uns am Herzen

…deshalb erstattet die BKK HENSCHEL Plus 80 % der Kosten des Impfstoffes für diese Impfung auch bei Jungen und bei jungen Frauen, die älter als 17 Jahre sind. 


Wovor schützt die HPV-Impfung?

Die Impfung schützt vor einer Infektion mit bestimmten HPV-Typen, die Krebs auslösen können. Außerdem senkt die Impfung die Zahl der Krebsvorstufen. Die Impfung verhindert die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs bei Mädchen und kann vor einigen Krebsarten bei Männern im Genitalbereich schützen. Zudem kann einer der Impfstoff auch vor Feigwarzen im Genitalbereich schützen.


Wie werden HP-Viren übertragen?

Sie werden über direkten Kontakt von Mensch zu Mensch übertragen. Geschlechtsverkehr ist der Hauptübertragungsweg bei Infektionen im Anal- und Genitalbereich. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) infizieren sich die meisten sexuell aktiven Menschen mindestens einmal im Leben mit HPV. Beim Großteil der Infektionen bekämpft das Immunsystem die Viren erfolgreich. Gelingt das nicht, kann sich aus der Infektion Krebs entwickeln. 


Warum gibt es eine Altersempfehlung für diesen Impfstoff?

Für diese Impfung gibt es eine Altersempfehlung, da eine Ansteckung schon beim ersten sexuellen Kontakt möglich ist. Der Aufbau des Impfschutzes gegen HPV sollte möglichst vor dem ersten Sexualkontakt abgeschlossen sein, da zu diesem Zeitpunkt der bestmögliche Schutz erreicht werden kann. 


Eine Impfung nach dem ersten Geschlechtsverkehr ist noch möglich und schützt nur vor den Virustypen, mit denen man sich noch nicht angesteckt hat.


Wie läuft die HPV-Impfung ab?

Die Impfung wird von Kinder- und Jugendärzten, Gynäkologen sowie Hausärzten durchgeführt. Der HPV-Impfstoff wird in die Muskulatur des Oberarms gespritzt. Abhängig vom Alter der ersten Impfung werden zwei oder drei Spritzen verabreicht. Ihr Arzt informiert Sie über die genauen Abstände zwischen den einzelnen Impfungen.


Wie lange hält der Impfschutz an?

Nach bisherigen Erfahrungen hält der Impfschutz mindestens sechs Jahre an. Genaue Aussagen zur Dauer des Impfschutzes und einer eventuell nötigen Auffrischungsimpfung sind aber derzeit noch nicht möglich.


Welche möglichen Nebenwirkungen können auftreten?

Als häufigste Nebenwirkungen werden Schmerzen, Rötungen oder eine Schwellung an der Einstichstelle beschrieben, welche aber auch bei vielen anderen Impfungen auftreten. Seltener kommt es zu Kopf- oder Muskelschmerzen sowie Verdauungsbeschwerden oder Müdigkeit. Schwere Nebenwirkungen treten nur selten auf.


Was leistet die Impfung nicht?

Die Impfung hilft nicht gegen eine bereits bestehende HPV-Infektion oder bereits vorhandene Gewebeveränderungen.


Sollten Frauen noch die Krebsvorsorge wahrnehmen trotz Impfung?

Auf jeden Fall, da die Impfung nicht gegen alle HPV-Typen immunisiert.


Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass bei Frauen, die nach dem 01. April 1987 geboren wurden, spätestens bis zum Erreichen des 19. Lebensjahres vom Arzt über das Zervix-Karzinom (Gebärmutterhalskrebs) aufgeklärt werden müssen, um später einen Anspruch auf die verminderte Grenze von einem 1 % wegen chronischer Erkrankungen bei der Befreiung von der Zuzahlung zu haben. Dies kann sich finanziell erheblich auswirken.


Leider wird die HPV-Impfung

… in Deutschland noch nicht ausreichend wahrgenommen. Die Impfquote liegt bei 17-jährigen je nach Bundesland zwischen 22 und 56 Prozent. 

Hier werden Chancen verpasst auf eine gesunde Zukunft. Bitte helfen Sie, das Thema wieder bekannt zu machen und informieren ihre Angehörigen und Bekannten in dem entsprechenden Alter.


Wenn Sie Fragen haben, beraten Sie unsere Kundenberater gern ausführlich. 

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