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So isst Deutschland

Lecker und gesund soll das Essen sein und schnell zubereitet. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts forsa im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Aber auch andere Wünsche und Vorlieben der Deutschen enthüllt der Ernährungsreport 2017 „So isst Deutschland“.

 

Pasta und Pizza

Selten sind sich die Deutschen so einig wie beim Essen: 99% der Befragten sagen, dass es lecker schmecken soll. Und 89% legen Wert auf gesundes Essen. Für jeden zweiten ist allerdings auch eine schnelle und einfache Zubereitung wichtig, mit deutlichen Unterschieden zwischen Frauen (63%) und Männern (46%). Jeder vierte kocht täglich, jeder zehnte aber erweist sich als Kochmuffel, der nie den Kochlöffel schwingt. Und was essen wir Deutschen am liebsten? Unangefochten steht Fleisch mit 53% der Nennungen an der Spitze, gefolgt von Nudeln (38%), Gemüsegerichten (20%), Fischgerichten (16%), Suppen (15%) und Kartoffelgerichten (14%). Gleichauf liegen Pizza und Geflügelgerichte mit je 13% auf dem siebten Platz.

 

Gesunde Ernährung

Aber ist die Liste der Lieblingsgerichte auch gesund und ausgewogen? Wie sieht eine gesunde, ausgewogene und maßvolle Ernährung aus? Antwort darauf gibt das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE), das jüngst vom Bundesernährungsministerium als Anlaufstelle für Verbraucher eingerichtet worden ist (www.bzfe.de). Das BZfE greift auf Empfehlungen seines Vorgängervereins aid zurück, so auf die Ernährungspyramide. Die aid-Ernährungspyramide führt für alle Lebensmittelgruppen tägliche Portionen an, von der untersten Getränkeebene (6 Portionen) bis zur Leckerli-Spitze (1 Portion). Mit der einfachen Faustregel 6–5–4–3–2–1 kann man seinen täglichen Speiseplan ernährungsbewusst gestalten; dabei entspricht eine Portion einer Handvoll bzw. einem Glas in der Hand:

 

  • 6 Portionen Getränke
  • 5 Portionen Gemüse, Salat und Obst
  • 4 Portionen Brot, Getreide und Beilagen
  • 3 Portionen Milch und Milchprodukte + 1 Portion Fleisch, Wurst, Fisch oder Ei
  • 2 Portionen Fette und Öle
  • 1 Portion Extras (Süßes, fette Snacks und Alkohol)

Ähnliche Empfehlungen für eine vollwertige Ernährung gibt auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) heraus.

 

Gesünderes Essen für Kinder

Eine gesunde Ernährung gerade der Kinder ist uns wichtig. Neun von zehn Befragten wünschen sich verbindliche Qualitätsstandards für Essen in Kitas und Schulen. Und acht von zehn sprechen sich für eine steuerliche Begünstigung aus, mit nur geringem Unterschied zwischen Familien mit Kindern (83%) und kinderlosen Befragten (79%). Für Bioessen wären zwei Drittel der Eltern auch bereit, tiefer in die eigene Tasche zu greifen.


Mit seinem Vorschlag, ein eigenes Schulfach Ernährung zu etablieren, rennt Bundesernährungsminister Christian Schmidt bei den Eltern offene Türen ein. „89 Prozent der Deutschen finden es wichtig oder sehr wichtig, dass Kinder bereits in der Grundschule die Grundlagen einer gesunden Ernährung erlernen. Neun von zehn Deutschen sehen Ernährungsunterricht auf der gleichen Stufe wie Deutsch, Mathe und Physik“, so der Minister bei der Vorstellung des Reports Anfang des Jahres in Berlin. Hoffnung kann der Minister dabei in die Jugendlichen setzen, die von allen befragten Altersgruppen am liebsten am Herd stehen: Neun von zehn kochen gerne, wenngleich nur jeder fünfte das tatsächlich auch täglich tut.

 

Wohl der Tiere

Nicht nur das Wohl der Kinder, auch das der Tiere liegt den Deutschen am Herzen. Mehr als acht von zehn sprechen sich für Überprüfung und Verbesserung der Tierwohl-Standards sowie mehr Transparenz, etwa durch Siegel oder Label, aus. Und die artgerechte Haltung der Tiere rangiert sogar knapp vor der Qualität der Produkte bei den persönlichen Erwartungen an landwirtschaftliche Betriebe (70% bzw. 69%). Lebensmittel aus artgerechter Tierhaltung dürfen auch mehr kosten. 88% der Befragten wären bereit, einen höheren Kilopreis als die angenommenen 10,00 Euro bei herkömmlicher Produktion zu zahlen. Die Bereitschaft nimmt allerdings mit dem Alter kontinuierlich ab. Während die über 60-Jährigen sich mit 12,20 Euro zurückhalten, würden die 14- bis 18-Jährigen 14,20 Euro für ein Kilogramm Fleisch aus artgerechter Haltung hinblättern. Erneut zeigt sich die nachwachsende Generation als Hoffungsträger.

 

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