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Mann sitzt im Rollstuhl und wird betreut

Informieren Sie sich zum neuen Pflegegrad!

Wie wird die Pflegebedürftigkeit beurteilt?


Im Mittelpunkt der Beurteilung der Pflegebedürftigkeit stehen die Fähigkeiten und der Grad der Selbständigkeit jedes Einzelnen. Wer sehr selbständig ist, wird niedriger eingestuft als jemand, der auf Unterstützung durch eine helfende Person angewiesen ist und zwar unabhängig davon, ob die Beeinträchtigung psychisch-geistiger oder körperlicher Natur ist.


Es werden daher nicht nur körperliche, sondern auch geistige und psychische Einschränkungen erfasst. Insbesondere an Demenz erkrankte Menschen können von dem neuen Beurteilungsverfahren profitieren. In sechs verschiedenen Bereichen wird der Grad der Selbständigkeit begutachtet und gemessen. Diese Ergebnisse führen mit unterschiedlicher Gewichtung zu einer Einstufung in den entsprechenden Pflegegrad.


Folgende Lebensbereiche werden mit unterschiedlicher Gewichtung beurteilt:

 

  1. Mobilität
    Wie sieht es mit der körperlichen Beweglichkeit aus? Kann die betroffene Person z.B. allein aufstehen und vom Bett ins Badezimmer gehen? Kann sie sich selbständig in den eigenen vier Wänden bewegen?
  2. kognitive und kommunikative Fähigkeiten
    Dieser Bereich umfasst das Verstehen und Reden: Kann sich die Person zeitlich und räumlich orientieren? Versteht sie Sachverhalte, erkennt sie Risiken und kann sie Gespräche mit anderen Menschen führen?
  3. Verhaltensweisen und psychische Problemlagen
    Hierunter fallen u.a. Unruhe in der Nacht oder Ängste und Aggressionen, die für die pflegebedürftige Person, aber auch für ihre Angehörigen, belastend sind. Auch wenn Abwehrreaktionen bei pflegerischen Maßnahmen bestehen, wird dies hier berücksichtigt.
  4. Selbstversorgung
    Kann sich die Person selbständig waschen, anziehen, die Toilette aufsuchen sowie essen und trinken?
  5. Bewältigung von und selbständiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen
    Es wird geklärt, ob die betroffene Person z.B. Medikamente selbst einnehmen, den Blutzucker eigenständig messen, ob sie mit Hilfsmitteln wie Prothesen oder einem Rollator zurechtkommt und einen Arzt aufsuchen kann.
  6. Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte
    Kann die Person z.B. ihren Tagesablauf selbständig gestalten? Kann sie mit anderen Menschen in direkten Kontakt treten?

Für jeden Lebensbereich wird anhand einer Kriterienliste durch die Gutachter des MDK festgestellt, inwieweit die Selbständigkeit oder einzelne Fähigkeiten der antragstellenden Person beeinträchtigt sind. Anhand einer dafür vorgesehenen Skala vergeben sie entsprechende Punkte. So wird für jedes einzelne Modul der Grad der Beeinträchtigung sichtbar. Am Ende fließen die Punkte der einzelnen Module mit unterschiedlicher Gewichtung in einem Gesamtwert zusammen. Dieser Wert bestimmt dann den Pflegegrad.

Ermittlung des Pflegegrades nach Punkten

Pflegegrad

Punktzahl

Pflegegrad 1

ab 12,5 Punkten

Pflegegrad 2

ab 27 Punkten

Pflegegrad 3

ab 47,5 Punkten

Pflegegrad 4

ab 70 Punkten

Pflegegrad 5

ab 90 Punkten

Wie hoch sind die Pflegeleistungen?

 

Wie hoch die monatlichen Beträge bei welchem Pflegegrad sind, können Sie der nachfolgenden Tabelle entnehmen:

Leistungen

Pflegegrad


1

2

3

4

5

Pflegegeld

*

316 EUR

545 EUR

728 EUR

901 EUR

Pflegesachleistung

*

689 EUR

1.298 EUR

1.612 EUR

1.995 EUR

Tages- und Nachtpflege

*

689 EUR

1.298 EUR

1.612 EUR

1.995 EUR

Vollstationäre Pflege

**

770 EUR

1.262 EUR

1.775 EUR

2.005 EUR

*125 EUR für Inanspruchnahme von Entlastungsleistungen, **125 EUR Zuschuss für vollstationäre Pflege. 

Wie werden die Leistungen beantragt?

 

Um Leistungen zu erhalten, stellen Sie zunächst einen Antrag bei der BKK Pflegekasse. Hierfür genügt schon ein Anruf. Den Antrag können auch von Ihnen bevollmächtigte Personen für Sie stellen. Gern lassen wir Ihnen ergänzend ein entsprechendes Formular zukommen und unterstützen Sie beim Ausfüllen. Sie können Sie aber auch ganz einfach downloaden.

 

Wir informieren Sie gern ausführlich!

 

Für alle Leistungen unserer Pflegekasse gilt: Lassen Sie sich bitte in jedem Einzelfall vor Inanspruchnahme von uns beraten, individuell für Sie, an Ihrem Bedarf ausgerichtet – von ihrem persönlichen Pflegeberater der BKK. Durch die umfassende Beratung und Information hilft er Ihnen bei der Erstellung eines individuellen Versorgungsplans.

 

Informationen finden Sie auch unter:

 

Bundesministerium für Gesundheit – Stichwort „Pflege“

 

GKV-Spitzenverband – Stichwort „Pflegeversicherung“

 

Medizinischer Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen

Logo der BKK Pflegekasse

Noch Fragen?

Ihre Ansprechpartner stehen Ihnen für alle Fragen zur Verfügung.

Valeri Leno

Buchstaben: A - D

0561 801-6155
0561 801-7458

Jörg Schabacker

Buchstaben: E - N

0561 801-5534
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Markus Riemer

Buchstaben: O - Z

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